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Miron Muslic: Wir haben den schwierigen Weg gewählt, uns am Ende aber verdient durchgesetzt
Nach intensiven 120 Minuten haben sich die Knappen am Montag (24.8.) mit 5:2 beim Halleschen FC durchgesetzt. Im Anschluss an das Erstrunden-Duell im DFB-Pokal äußerten sich Chef-Trainer Miron Muslic sowie die beiden Spieler Timo Becker und Robin Gosens zu Partie.
Miron Muslic:
Es war ein Pokalabend, wie ihn sich viele Zuschauer zu Hause wünschen. Halle hat über 120 Minuten einen Pokalfight geliefert, dazu gratuliere ich unserem Gegner und meinem Trainerkollegen Robert Schröder. Am Ende eines langen Abends stehen wir aber verdient in der 2. Runde. Wichtig war, nach dem Rückstand einen kühlen Kopf zu bewahren. Wir haben vor der Halbzeit nahezu nichts aus dem Spiel heraus zugelassen, kassieren dann direkt vor der Pause nach Halles erstem Eckball das 0:1.
In der zweiten Hälfte haben wir es hervorragend gemacht und konnten das Spiel drehen – und fangen uns dann erneut unmittelbar vor dem Ende einen Gegentreffer. Wir haben den schwierigen Weg gewählt, sind am Ende aber cool geblieben und haben nachgelegt. Diese Widerstandsfähigkeit, diese Resilienz hat uns bereits in der vergangenen Saison ausgezeichnet – sie werden wir auch in den kommenden zehn Monaten brauchen.
Timo Becker:
Wir wussten von Anfang an, was uns in Halle erwartet. Es war nicht einfach, das hat man gesehen. Die Gegentore waren zum jeweiligen Zeitpunkt Rückschläge, aber in diesen Momenten geben wir nie auf. Stattdessen haben wir wieder einmal eine starke Mentalität bewiesen. Am Ende konnten wir unsere Qualität ausspielen und haben auch verdient gewonnen. Im Pokal zählt letztlich nicht, ob man schön weiterkommt – es geht darum, die nächste Runde zu erreichen. Das haben wir geschafft.
Robin Gosens:
Nach sieben Wochen Vorbereitung war es das erste Pflichtspiel. Da weiß man nie genau, wo man steht. Halle hatte hingegen schon einige Spiele in der Regionalliga Nordost hinter sich. Deshalb war es eine Herausforderung. Am Ende bin ich froh, dass wir in die 2. Runde eingezogen sind. Wenn man die ersten 90 Minuten betrachtet, waren wir das dominante Team. Aber uns hat im letzten Drittel ein bisschen Power gefehlt, dazu waren wir bei Standards zu anfällig. Beide Gegentore fallen dann in absolut unglücklichen Momenten des Spiels. In der Verlängerung haben wir gezeigt, was in uns steckt.