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Miron Muslic: Gemeinsam. Geschlossen. Im Kollektiv!
Der FC Schalke 04 ist am Samstag (24.10.) in einem NRW-Duell beim 1. FC Köln gefordert. Anpfiff im RheinEnergieSTADION ist um 15.30 Uhr. Miron Muslic weiß um die Heimstärke der Geißböcke, betont aber gleichzeitig, dass seine Mannschaft mit dem klaren Ziel in die Domstadt reist, etwas Zählbares mitzunehmen.
„Wir müssen es schaffen, die Stärken der Kölner einzudämmen und ihnen die Wucht zu nehmen, die sie gerade zu Hause auszeichnet“, sagt Schalkes Chef-Trainer über den Gegner, der seine bislang sieben Zähler in dieser Saison allesamt zu Hause gesammelt hat (3:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim, 1:1 gegen Werder Bremen und 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach). Gerade mit Neu-Nationalspieler Saïd El Mala habe der FC einen Spieler in seinen Reihen, der den Unterschied ausmachen könne. „Ihn müssen wir stoppen“, so Muslic.
Bessere Vorbereitung der Offensivaktionen
Bei der Vorbereitung auf die Partie am Rhein habe aber nicht nur El Mala im Fokus gestanden, berichtet der Coach der Königsblauen. „Gemeinsam. Geschlossen. Im Kollektiv! Das hat uns in den vergangenen 16 Monaten stets ausgezeichnet. Gegen Mainz ist uns das etwas mehr als eine Stunde allerdings nicht gut gelungen, da waren wir nicht am Leistungslimit“, sagt Muslic. „Erst ab der 65. Minute haben wir uns in jeden Ball reingeworfen und zurück ins Spiel gefunden. Das darf uns kein zweites Mal passieren.“ Solche Spiele wie gegen Mainz gehören im Fußball aber auch dazu, so der Coach weiter. „Das muss man akzeptieren, auch wenn es schmerzt. In Köln haben wir jetzt wieder eine neue Chance.“ Wichtig sei, neben defensiver Geschlossenheit im eigenen Angriffsspiel mehr Gefahr auszustrahlen. Das sei nicht immer allein an den Offensivspielern festzumachen. „Wir müssen die Jungs vorne wieder besser einsetzen“, erklärt der 44-Jährige. „Wenn keine Bälle in die Box kommen, wird es schwer für jeden Stürmer. Wir müssen unsere Angriffe wieder besser im Kollektiv vorbereiten. Es geht darum, Bälle nach vorne zu bringen, die Qualität haben. Daran arbeiten wir.
Bei seiner Planung für die Aufstellung in Köln schließt der Chef-Trainer nicht aus, die eigene Ausrichtung in Nuancen anzupassen. „Vielleicht brauchen wir eine strukturelle Veränderung, um zu Torchancen zu kommen“, sagt Muslic, der sich vor der Begegnung in Köln vor allem mit der Personalplanung beschäftigen muss. Denn Königsblau muss auf mehrere Spieler verzichten.
Mehrere Ausfälle in Köln
Neben Moussa Sylla, der nach seiner in Freiburg durch einen Stollentritt erlittenen Verletzung noch nicht wieder einsatzbereit ist, müssen auch Kapitän Kenan Karaman (muskuläre Probleme), Ron Schallenberg (Beinverletzung) und Maximilian Wöber (Oberschenkelverletzung) passen. Letztgenannter Akteur könnte etwas länger fehlen. Muslic: „Es kann sein, dass Maxi uns in diesem Kalenderjahr nicht mehr zur Verfügung steht.“ Hinter Edin Džeko steht zudem noch ein kleines Fragezeichen. Der Stürmer zog sich gegen Mainz eine tiefe Risswunde am Kopf zu, konnte aber schon wieder mit der Mannschaft trainieren. Entscheidend für eine Kadernominierung sei, wie die Wundheilung verlaufe.
Trotz der Ausfälle klagt der Chef-Trainer aber nicht, sondern sucht stattdessen nach Lösungen. Noch kein Teil der Überlegungen ist Dejan Ljubičić. Der österreichische Nationalspieler, der am 3. Spieltag in Berlin mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste, trainiert zwar wieder mit der Mannschaft, „aber Köln und auch Dresden kommen noch etwas zu früh. Wenn alles gut läuft, ist Dejan im Heimspiel gegen Leipzig wieder eine Option."
Bryan Lasme könnte in Köln hingegen erstmals in dieser Spielzeit zum Aufgebot gehören. Der Angreifer kam nach seiner Muskelverletzung sowohl in den Test in der FIFA-Abstellungsperiode in Oberhausen und in Lustenau als auch zuletzt in der U23 gegen Westfalia Rhynern zum Einsatz.