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Youri Mulder: Haben nicht das gemacht, was uns normalerweise auszeichnet
Im Anschluss an die 0:1-Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 am Samstag (17.10.) äußerte sich Chef-Trainer Miron Muslic auf der Pressekonferenz. In der Mixed Zone sprachen außerdem Youri Mulder, Kenan Karaman und Timo Becker über die Partie.
Miron Muslic:
Ich kann Mainz 05 zu einem verdienten Sieg gratulieren. Wir haben uns in der Trainingswoche auf ein Spiel der Zweikampfduelle und Mentalität eingestellt. Nur wenn du dann 65 Minuten gefühlt keinen Zweikampf gewinnst, wird es extrem schwierig. Die Partie hat aus unserer Sicht nach 60 Sekunden schon mit einer Schieflage begonnen – Sheraldo Becker läuft zweimal auf Loris Karius zu. Das nimmt einem ein Stück weit Selbstvertrauen.
Du musst dann über unsere Schalker Tugenden zurückkommen: Über Aggressivität, Zweikampfstärke und Willen. Das haben wir erst ab der 65. Minute geschafft, was zu spät ist. Bis dahin hätte Mainz die Führung ausbauen können, Loris Karius hat uns mehrfach exzellent im Spiel gehalten. In den letzten 20 bis 25 Minuten haben wir eine Reaktion gezeigt und die Duelle angenommen und gewonnen. Wir müssen nun einfach lernen, lernen, lernen. Das ist als Bundesliga-Aufsteiger ganz normal.
Youri Mulder:
Wir haben nicht das gemacht, was uns normalerweise auszeichnet. Aggressiv, intensiv, mutig – all das hat bei uns gefehlt. Gerade der Auftritt in der ersten Halbzeit hat nicht zu unserem Spiel gepasst. Da waren wir nicht wach und hatten keine Überzeugung in unserem Spiel, waren dazu in einigen Phasen zu ängstlich. Nach einer Minute hätten wir schon 0:2 zurückliegen können. Loris hat wieder einmal ein super Spiel gezeigt und uns vor Schlimmerem bewahrt.
Wir waren erst nach einer Stunde gut im Spiel, das hat dann aber nicht gereicht. Das müssen wir aufarbeiten und es in den kommenden Spielen besser machen. Wir befinden uns weiterhin in einer Entwicklung, die Bundesliga ist für viele Spieler Neuland. Wir haben in dieser Saison aber auch schon gute Spiele gezeigt. Gegen Bayern München haben wir einen Punkt geholt, in Berlin gewonnen. Daran müssen wir anknüpfen.
Kenan Karaman:
Es war unser bislang schlechtestes Spiel in dieser Saison. Mainz war uns in den ersten 60 Minuten in allen Belangen überlegen und hat am Ende auch verdient gewonnen. Wir waren nicht gut in den Zweikämpfen, haben uns zu viele Fehlpässe geleistet und unter Druck häufig nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Bei den zweiten Bällen waren wir ebenfalls nicht da. Dazu haben wir unser Spiel aus Aggressivität und Intensität nicht auf den Platz bekommen. Erst in der letzten 25 Minuten haben wir versucht, mehr nach vorne zu machen, waren dabei aber insgesamt nicht zwingend genug. Wir kennen unsere Rolle als Aufsteiger. Es erwartet sicherlich niemand, dass wir drei oder vier Tore erzielen. Aber wir müssen die Basics auf den Platz bekommen. Es gilt, am kommenden Wochenende in Köln ein anderes Gesicht zu zeigen.
Timo Becker:
Wir sind von Anfang an nicht gut im Spiel gewesen. Wenn wir den Ball hatten, haben wir ihn zu schnell wieder verloren. Dass es zur Pause nur 1:0 für Mainz stand, war aus unserer Sicht glücklich. Da können wir uns bei Loris bedanken, er hat uns mehrfach im Spiel gehalten. Nach der Pause haben wir ein anderes Gesicht gezeigt, aber das Quäntchen Glück hat gefehlt. Für die Niederlage sind wir als Mannschaft verantwortlich – es lag nicht nur an der Defensive oder nur an der Offensive. Wir sind ein Team und müssen gemeinsam weiter hart arbeiten.