News —
Ayhan Tumani: Wir müssen frühzeitig Talente erkennen und ihnen Perspektiven aufzeigen
Nach rund zwei Wochen intensiver Einarbeitung in seiner neuen Funktion stand Ayhan Tumani, neuer Sportlicher Leiter der Knappenschmiede, gemeinsam mit Frank Baumann, Vorstand Sport, anlässlich seines Dienstantritts in einer Medienrunde den anwesenden Medienvertretern Rede und Antwort. Der 55-Jährige sprach über seine ersten Tage auf Schalke, erläuterte seine Spielidee und die strategische Ausrichtung der Nachwuchsarbeit auf dem Berger Feld.
Im Mittelpunkt des Austausches standen die sportliche Ausrichtung der Knappenschmiede und die Weiterentwicklung der Schalker Nachwuchsarbeit. Tumani erläuterte, welche Ideen er, gemeinsam mit den Trainern und Fachexperten, bei den königsblauen Nachwuchsteams verfolgen möchte und worauf es bei der Ausbildung junger Talente ankommt. Zudem sprach er über die Bedeutung des Scoutings und die Rahmenbedingungen auf Schalke.
Ayhan Tumani über …
… seine Spielidee:
Ich bin holländisch geprägt und meine Spielidee basiert auf den Prinzipien des „Totaalvoetbal“, der von Rinus Michels entwickelt und von Johan Cruyff verkörpert und weitergedacht wurde. Ich bevorzuge daher einen mutigen, offensiven und intensiven Fußball, bei dem die Spieler das Spiel selbst gestalten. Diese Intensität und Aktivität des „Totaalvoetbal“ passt sehr gut zu Schalke. Dabei geht es nicht darum, alle Mannschaften in ein bestimmtes System zu pressen, sondern den jungen Spielern in der Ausbildung Grundprinzipien und ein umfassendes Spielverständnis zu vermitteln.
… die Bedeutung der Infrastruktur:
Unser Auftrag ist es, den Jungs und den Trainern zu vermitteln, dass es nicht um schöne Kabinen geht, sondern um die Arbeit auf dem Platz. Natürlich müssen wir uns auch infrastrukturell weiterentwickeln. Entscheidend sind die Qualität der Trainer, die Arbeit mit den Spielern und deren ganzheitliche Entwicklung. Wir wollen die Spieler in ihrer Individualität fördern und ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen bieten, um sich fußballerisch und persönlich weiterzuentwickeln.
… den Anspruch der Knappenschmiede:
Schalke hat in den vergangenen Jahrzehnten Weltmeister hervorgebracht. Gleichzeitig haben andere Vereine und Akademien aufgeholt und uns teilweise auch überholt. Wir haben immer den Anspruch, wieder führend zu sein – in Deutschland und Europa. Dafür müssen wir uns tagtäglich weiterentwickeln, unsere Ausbildungsqualität verbessern und gemeinsam als Team daran arbeiten, weiterhin Toptalente auszubilden.
… das Scouting und die Förderung regionaler Talente:
Ich glaube nicht, dass es weniger Talente gibt. Es gibt genug Talente. Entscheidend ist die Frage, wie wir sie begleiten und fördern. Die Knappenschmiede gehört zur Schalker Familie, aber sie gehört auch jedem talentierten Jungen hier aus der Region. Wir müssen frühzeitig auf den Plätzen unterwegs sein, Talente erkennen und ihnen Perspektiven aufzeigen. Dabei wollen wir unseren eigenen Weg finden, anstatt die Konzepte anderer Vereine einfach zu kopieren.
Auch Frank Baumann, Vorstand Sport, ordnete die Verpflichtung des neuen Sportlichen Leiters der Knappenschmiede ein und erklärte, welche Anforderungen der Verein an die Schlüsselposition stellt. Dabei ging Baumann auch auf die zentralen Faktoren erfolgreicher Nachwuchsarbeit und die strategische Bedeutung der Knappenschmiede für Schalke ein.
Frank Baumann über …
… die Entscheidung für Ayhan Tumani:
Uns ist wichtig, dass wir eine übergeordnete Strategie haben und uns bei Schlüsselpositionen genau anschauen, welches Profil und welche Kompetenzen wir benötigen. Ayhan ist ein absoluter Fachmann in der Nachwuchsarbeit, insbesondere im Übergangsbereich. Das betrifft sowohl die Spielerentwicklung als auch die Entwicklung der Trainer. Darüber hinaus bringt er die nötige Führungskompetenz mit und ist ein großer Teamplayer. Aus dem Kandidatenkreis ist er als unser absoluter Wunschkandidat hervorgegangen.
… die drei Säulen erfolgreicher Nachwuchsarbeit:
Für mich machen drei Dinge eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit aus: Scouting, die Überzeugung der Spieler, zu Schalke zu kommen, und die Ausbildung. In allen drei Bereichen müssen wir gut sein. Wir müssen Talente frühzeitig erkennen, ihnen die Perspektiven bei Schalke aufzeigen und sie von unserem Weg überzeugen. Gleichzeitig müssen wir die Ausbildungsqualität weiter erhöhen und unsere Trainer entwickeln, damit wir am Ende gute Spieler ausbilden.